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Research · 9. Oktober 2026

Was die Märkte im Q4 2026 bewegt

Gewinne können den S&P 500 bis Jahresende tragen, solange sich KI-Investitionen auszahlen. Doch der Index hängt an wenigen KI-Konzernen und verträgt kaum zehnjährige US-Renditen über 5 %. Hauptrisiken sind Fed-Zinserhöhungen wegen angebotsbedingter Inflation, Umsätze der KI-Labore und Frankreich.

Maximilian Ruess

Research

Was die Märkte im Q4 2026 bewegt

A4-PDF · 6 Seiten · 712 KB · 9. Oktober 2026

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Rekord, aber ein Drittel der Aktien im Bärenmarkt

Der S&P 500 schloss am 6. Oktober auf Rekordhoch, doch die meisten seiner Werte nehmen an der Rally nicht teil. Nur 30,1 % notieren über ihrer 50-Tage-Linie, einem gängigen Maß des kurzfristigen Trends, und 34,5 % stecken im Bärenmarkt, also mindestens 20 % unter ihrem 52-Wochen-Schlusshoch. An den 352 Rekordtagen seit 2016 lag der Bärenmarktanteil im Schnitt bei 14,9 %, höher als heute war er nur an acht Tagen im August 2020. Im dritten Quartal kam die typische Aktie auf −4,0 %. Das Indexplus lieferten wenige, fast durchweg KI-nahe Konzerne: Microsoft, Nvidia, Apple und Meta lieferten in unserer Nachbildung 192 % davon, ohne sie wäre der Index gefallen. Die zehn Größten stellen 40,4 % des Börsenwerts, mehr als die 26,6 % auf dem Gipfel der Technologieblase 2000, Nvidia allein 7,9 %.

Index auf Rekord, die meisten Werte hinken nach

S&P 500 in % des Rekordschlusses; Anteil der Werte über ihrer 50-Tage-Linie, %

Im vergangenen Jahr lag der S&P 500 stets höchstens rund zehn Prozent unter seinem Rekord und schloss am 6. Oktober auf einem neuen Rekord, während der Anteil der Werte über ihrer 50-Tage-Linie von 69 Prozent beim Rekord im August auf 21 Prozent am 30. September fiel und am 6. Oktober bei 30 Prozent lag.

S&P 500, % des RekordschlussesWerte über 50-Tage-Linie, %
020406080100%Jan. 26Apr. 26Juli 26Okt. 26

Zusammensetzung zum jeweiligen Datum; Firmen mit zwei Aktiengattungen zählen nur einmal. Zwölf Monate bis zum Rekordschluss am 6. Oktober 2026 (höchster Schluss seit 1950).

Source: Financial Modeling Prep - S&P 500 member daily prices, profiles, statements and consensus, Financial Modeling Prep - daily index, ETF, commodity and FX closes and the US Treasury par curve for the Q4 2026 outlook · 2026-10-09

Vier Aktien brachten 192 % des Indexgewinns

Beitrag zur Gesamtrendite des S&P 500 im dritten Quartal 2026, Prozentpunkte

Microsoft trug 1,5 Punkte bei, Nvidia 1,0, Apple 0,9 und Meta 0,6, zusammen 4,1 Punkte oder 192 Prozent des Gewinns, während die übrigen 496 Werte 2,0 Punkte kosteten, sodass der Index im dritten Quartal um 2,1 Prozent stieg.

0,01,02,03,04,05,0ProzentpunkteMicrosoft+1,5Nvidia+1,0Apple+0,9Meta+0,6Übrige 496 Werte−2,0S&P 500, Q3 gesamt+2,1

Indexmitglieder zum 30. Juni, nach vollem Börsenwert gewichtet, Dividenden reinvestiert. EA und AvalonBay (im August übernommen) gehen mit ihrem letzten Schlusskurs ein.

Source: Financial Modeling Prep - S&P 500 member daily prices, profiles, statements and consensus · 2026-10-09

Die Schwankungen dürften im Q4 zunehmen

In den letzten drei Monaten bewegten sich die zehn größten Werte je 1 % Indexbewegung um rund 1,4 %, die übrigen 490 um rund 0,7 %; die Spitze gibt den Ton an. Ihre Korrelation zum Rest beträgt 0,04, im Zehnjahresschnitt 0,26. Die in Optionen auf Großwerte eingepreiste Korrelation (Cboe-Index) steht bei 11,5; tiefer lag sie nur an 2 % der Tage seit 2006. Begann eine Dreimonatsphase seit 2006 mit eingepreister Korrelation im historisch untersten Zehntel, fiel der Index in 13 % der Fälle um 10 % oder mehr, sonst in 21 %. Der VIX stieg danach in 82 % der Fälle binnen drei Monaten um mindestens fünf Punkte, nach anderen Phasen mit so niedrigem VIX in 64 %. Auf alle drei abgeschlossenen Phasen folgte binnen drei Monaten ein Minus von 10 % oder mehr; ihr Ende zeigt erst der Rückblick. Die aktuelle dauert mit 322 Handelstagen am längsten. Wir erwarten mehr Schwankungen, im Basisszenario aber keinen Bärenmarkt, bleiben investiert und sichern uns ab.

Die zehn Größten verdienen fast ihr Indexgewicht

Auf dem Höhepunkt 2000 stellten die zehn größten Unternehmen 26,6 % des Börsenwerts im Index, erzielten aber nur rund 15,9 % der Gewinne. Ende September waren es 40,2 % des Werts und 35,6 % der Gewinne, ein Abstand von nur 4,6 Prozentpunkten, weniger als im Schnitt seit 2017. Ihr Gewinnanteil ist seit Ende 2017 von 21,4 % fast so schnell gestiegen wie ihr Anteil am Börsenwert, und für das nächste Jahr erwarten Analysten 37,6 %. Der Vergleich spricht dafür, dass die heutige Konzentration besser durch Gewinne gedeckt ist als im Jahr 2000.

Noch lohnt sich KI, doch die Rally bleibt eng

Firmen mit 46,5 % des Börsenwerts berichten wohl in der Woche ab 26. Oktober; ihr Wachstum hängt an anhaltender KI-Nachfrage. Hochgerechnet ergeben Daten von Google und OpenAI bis Juli ein Token-Wachstum auf das 4,9- bis 6,2-Fache pro Jahr, auch durch mehr Rechenaufwand je Aufgabe. Die fünf größten KI-Investoren gaben binnen Jahresfrist 81 % mehr aus. Die Rendite neuen Kapitals sinkt, liegt aber noch über den von uns auf rund 9,7 % geschätzten Kapitalkosten. Jeder neue Dollar brachte 17 % nach 31 % im Vorjahr. Bei gleichem Gewinnzuwachs brächten ihre Pläne rund 11 % Rendite auf neues Kapital; Aktienrückkäufe wären nur auf Kredit möglich. Eine breitere Rally erwarten wir weder in diesem noch im Folgequartal. Seit 2016 schlug der gleichgewichtete Index den nach Börsenwert gewichteten nur in 28 % der Quartale, bei Rekordgewicht der zehn Größten zum Quartalsstart nur in 9 %. Breitere Kursgewinne erwarten wir später, wenn KI Kosten senkt.

Teuer nach vergangenen, durchschnittlich nach erwarteten Gewinnen

Der Index kostet das 41,6-Fache seines inflationsbereinigten Durchschnittsgewinns der letzten zehn Jahre, ein Niveau, das nur in 16 Monaten des Dotcom-Booms übertroffen wurde. Gemessen an den erwarteten Gewinnen liegt er mit dem 19,3-Fachen näher am historischen Mittel, etwa im 71. Perzentil der Monate seit 1995. Seit 1996 hat das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis erwarteter Gewinne die Dreimonatsrenditen kaum erklärt (R² 0,00), während Bewertungsänderungen 76 % der Quartalsschwankungen ausmachten und die Gewinne 24 %. In diesem Jahr erklärt das Gewinnwachstum einen Großteil des Anstiegs. Die Gewinne stiegen um 25,5 %, das KGV sank um 9,0 %. Die zehn größten Unternehmen kosten das 26,8-Fache der Gewinne der letzten vier Quartale, weniger als ihr Zehnjahresschnitt von 29,6, die übrigen 490 das 22,2-Fache, mehr als ihr Schnitt von 19,3. Dabei erwarten Analysten für die übrigen 490 nächstes Jahr ein Gewinnwachstum von 20,7 %, für die zehn größten von 29,0 %.

Zehn Größte unter KGV-Schnitt, der Rest darüber

KGV (Gewinne der letzten vier Quartale), zehn Größte und übrige 490, Monatsende

Seit 2016 schwankte das KGV der zehn größten Unternehmen stark; heute liegt es bei 26,8 und damit unter seinem Zehnjahresschnitt von 29,6, während die übrigen 490 mit 22,2 über ihrem Schnitt von 19,3 bewertet sind.

Zehn GrößteZehn Größte, ØÜbrige 490Übrige 490, Ø
10152025303540Vielfaches der Gewinne201620182020202220242026

Jeweilige Indexzusammensetzung, operative Gewinne der letzten vier Quartale. Gestrichelt: Gruppenschnitt Okt. 2016 bis Sep. 2026. Letzter Punkt 6. Oktober 2026.

Source: Financial Modeling Prep - S&P 500 member daily prices, profiles, statements and consensus, Financial Modeling Prep - per-symbol earnings history and S&P 500 constituents for the Q4 2026 outlook · 2026-10-09

Das zweite Quartal überraschte breit, Prognosen für 2027 hängen an KI

Im zweiten Quartal stiegen die Gewinne, große Sondereffekte herausgerechnet, um 33,9 % zum Vorjahr, erwartet waren vor der Berichtssaison 22,8 %. Die Gewinnprognose übertrafen 86 % der Unternehmen, die Umsatzprognose 77 %. Außerhalb unserer 29 KI-Unternehmen stiegen die Gewinne um 24,2 % statt der erwarteten 12,9 %. Laut FactSet hoben Analysten ihre Schätzungen für das dritte Quartal im Quartalsverlauf um 1,4 % an; üblich war in den letzten fünf Jahren eine Senkung um 2,2 %. Energie und Technologie führten die Anhebungen an, in acht der elf Sektoren sanken die Schätzungen. Für das dritte Quartal erwarten wir ein Wachstum in der Mitte der Spanne von 32,7 % bis 37,5 %, die aus den Überraschungen der letzten acht Quartale folgt, mit größeren Überraschungen außerhalb der KI. Außerhalb der KI erwartet der Konsens 17,5 % im dritten Quartal, 18,7 % im vierten und 12,4 % für 2027, sodass der Anteil der KI-Gruppe am erwarteten Zuwachs von 52 % im dritten Quartal auf 64 % 2027 steigt. Seit Juni sind die Prognosen für 2027 um 4,8 % gestiegen, davon 47 % durch Nvidia; außerhalb von KI und Energie nur um 1,5 %. Sie unterstellen zudem, dass sich die Nettomarge von 15,0 % auf 17,0 % ausweitet, während der Umsatz außerhalb der KI um 4,8 % wächst. In den Analystenkonferenzen achten wir auf die Investitionspläne für 2027 und auf Belege, dass KI auch außerhalb der KI-Branche Kosten senkt. Im Juli und August erwähnten 69 % dieser Unternehmen KI, aber nur elf bezifferten die Wirkung auf Kosten oder Gewinne.

Übriger Index wächst 2027 laut Konsens langsamer

Gewinn je Aktie im S&P 500 ggü. Vorjahr, Q2 2026 Ist-Zahlen, danach Konsens

Im zweiten Quartal 2026 stiegen die Gewinne der 29 KI-Unternehmen um 62 Prozent, die des übrigen Index um 24 Prozent und die des Gesamtindex um 34 Prozent. Der Konsens sieht die KI-Gruppe im dritten und vierten Quartal sowie 2027 bei 52, 49 und 49 Prozent, den Rest bei 18, 19 und 12 Prozent und den Index bei 27, 28 und 24 Prozent.

KI-Komplex (29)Übriger Index (~470)S&P 500
0%10%20%30%40%50%60%70%Wachstum gegenüber VorjahrQ2 26 (Ist)Q3 26Q4 262027

KI-Komplex: 29 Investoren, Zulieferer, Stromerzeuger. Indexwerte, Aktienzahl zum 6. Okt.; große Sondereffekte bereinigt. 2027 nach Geschäftsjahren. Q4 teils aus Jahresprognosen.

Source: Financial Modeling Prep - per-symbol earnings history and S&P 500 constituents for the Q4 2026 outlook, Financial Modeling Prep - S&P 500 member daily prices, profiles, statements and consensus · 2026-10-09

Der S&P 500 dürfte im vierten Quartal um rund 4 % steigen

Unser Modell sieht den S&P 500 zum Jahresende 4,3 % über seinem Schlusskurs vom 6. Oktober, vor allem dank des Gewinnwachstums. Die erwarteten Gewinne stiegen in den letzten zwei Quartalen um 21,1 %. Nach über 8 % Plus in zwei Quartalen stiegen sie bisher im Folgequartal im Median um 3,7 %, was einen Gewinnbeitrag von 3,5 % stützt. Ausgehend von 5,27 % war ein Anstieg der zehnjährigen Rendite historisch etwa so wahrscheinlich wie ein Rückgang. Bewertungsänderungen tragen wenig zur mittleren Rendite bei, aber 86 % zur simulierten Streuung; die Verlustwahrscheinlichkeit beträgt 31 %, und in einem von zehn Fällen steht am Ende −7,2 % oder weniger. Seit 2022 ging ein Renditeanstieg um 25 Basispunkte (Bp) mit einer Bewertungsänderung von −2,3 % einher. Bei einer zehnjährigen Rendite von 4,75 % ergibt unser Szenario im Median +8,5 % für den Index, bei 5,77 % sind es +0,3 %. Bei 83 historischen Prognosen lagen 83 % der Ergebnisse zwischen dem 10. und dem 90. Perzentil, die Richtung trafen die Prognosen aber nicht besser als die historischen Häufigkeiten. In 14 Phasen seit 2018 mit einer Positionierung wie heute – Trendfolger long, wenige Puts gehandelt, niedriger VIX und teure Einzelaktienoptionen – lag der Index am schwächsten Schlusstag der folgenden drei Monate im Schnitt bei −7,2 %, allgemein bei −4,6 %. Gewinne 10 % unter den Erwartungen und ein um einen Punkt niedrigeres KGV ergäben für den Index −14,7 %.

Gewinne liefern rund 3,5 % in jedem Renditepfad

Kursrendite des S&P 500 im Q4 je Pfad der 10-j. Rendite; mittlere Beiträge, %

Fällt die zehnjährige Rendite auf 4,75 Prozent (Wahrscheinlichkeit 34 Prozent), tragen die Gewinne 2,8 Punkte und die Bewertung 5,1 Punkte bei, zusammen rund 8 Prozent. Bleibt sie nahe 5,3 Prozent (31 Prozent), tragen die Gewinne 3,5 und die Bewertung 0,3 bei. Steigt sie auf 5,8 Prozent (35 Prozent), bringen die Gewinne 4,1 Punkte und die Bewertung kostet 4,3, sodass der Index etwa auf der Stelle tritt.

GewinneBewertungKursrendite
-6,0-4,0-2,00,02,04,06,08,0Beitrag, %Renditen fallen (34 %)Renditen stabil (31 %)Renditen steigen (35 %)

Unsere Simulation, 20.000 Ziehungen, 6. Okt. bis 31. Dez. Pfade und Wahrscheinlichkeiten aus Quartalen seit 1962 mit Startrendite nahe 5,3 %. Balken: Mittel, Mediane etwas höher.

Source: J.P. Morgan Asset Management - Guide to the Markets U.S. (4Q 2026), Financial Modeling Prep - daily index, ETF, commodity and FX closes and the US Treasury par curve for the Q4 2026 outlook, FRED series in the Q4 2026 outlook snapshot (Federal Reserve Board, BLS, BEA, EIA, ICE and OECD series) · 2026-10-09

Bei Chipentwicklern ist weniger Wachstum eingepreist als im Rest der KI-Lieferkette

Die KI-Zulieferer und -Investoren im S&P 500 bewerten wir mit einem Abzinsungssatz von 8,8 %. Ein Unternehmen ohne Gewinnwachstum käme damit auf etwa das 11,3-Fache der erwarteten Gewinne. Nvidia, Broadcom, AMD und Marvell kosten das 19,8-Fache, was 1,8 Jahre Wachstum mit den von Analysten erwarteten 39 % pro Jahr entspricht, obwohl die Gewinnprognosen für 2028 seit Juni um 24 % gestiegen sind. Bei diesem Tempo unterstellt der Kurs das 1,84-Fache der heute erwarteten Gewinne, ähnlich wie beim Index (1,86-fach). Bei anderen Zulieferern ist längeres Wachstum eingepreist: bei Chipausrüstern 8,3 Jahre, was ihre Gewinne auf das 3,83-Fache hebt, bei Netzwerk- und Optikanbietern 6,2 Jahre, bei Strom- und Kühltechnik 6,7 Jahre. Speicherhersteller kosten das 6,8-Fache, weniger als stagnierende Gewinne rechtfertigen würden; ihr Kurs unterstellt einen Gewinnrückgang um 40 %, wie nahe dem Höhepunkt eines Speicherzyklus üblich. Selbst mit höherem Abzinsungssatz für die schwankungsreicheren Chipaktien sind bei Strom- und Kühltechnik 4,2 Jahre mehr Wachstum eingepreist als bei den Chipentwicklern. Vor den Zahlen Ende Oktober bevorzugen wir die Chipentwickler, sofern die größten KI-Investoren Ausblicke über dem Konsens geben. Unser Modell knüpft die Gewinnprognosen der Chipbranche an ein Wachstum der Kundeninvestitionen um rund 38 % für 2027, im Einklang mit dem Konsens von rund 38 %, den Goldman Sachs Ende September nannte. Im Juni lag er noch bei 22 %, Goldman selbst erwartet 54 %.

Eingepreiste Wachstumsjahre in der KI-Lieferkette

Wachstumsjahre im Konsenstempo, die der Kurs unterstellt; Abzinsungssatz 8,8 %

Bei einem Abzinsungssatz von 8,8 Prozent unterstellt der Kurs der Chipentwickler 1,8 Jahre Wachstum mit 39 Prozent pro Jahr und bei Speicherherstellern keines, gegenüber 8,3 Jahren bei Chipausrüstern, 6,2 bei Netzwerk und Optik, 6,7 bei Strom- und Kühltechnik, 3,3 bei Stromerzeugern, 2,6 bei Servern, 4,9 bei den fünf größten Investoren, 5,7 bei übrigen Halbleitern und 5,0 bei den übrigen 490.

0,02,04,06,08,010,01,8 J. bei 39 %keine; Gewinn −40 % eingepreist8,3 J. bei 18 %6,2 J. bei 23 %2,6 J. bei 19 %6,7 J. bei 21 %3,3 J. bei 21 %4,9 J. bei 18 %5,7 J. bei 23 %5,0 J. bei 12 %Jahre mit WachstumChipentwicklerSpeicherherstellerChipausrüsterNetzwerk und OptikServerStrom- und KühltechnikStromerzeugerFünf größte InvestorenÜbrige HalbleiterÜbrige 490

Konsens-Nettogewinn wächst N Jahre im Gruppentempo 2026–29, dann nicht. Speicherwerte notieren unter dem Wert ohne Wachstum. S&P-500-Werte; Abzinsungssatz: 10-j. Rendite + 3,5 %.

Source: Financial Modeling Prep - S&P 500 member daily prices, profiles, statements and consensus, Financial Modeling Prep - daily index, ETF, commodity and FX closes and the US Treasury par curve for the Q4 2026 outlook, FRED series in the Q4 2026 outlook snapshot (Federal Reserve Board, BLS, BEA, EIA, ICE and OECD series), Robert Shiller - Irrational Exuberance online data (ie_data.xls) · 2026-10-09

Die Fed treibt die zehnjährige Rendite, das Angebot die dreißigjährige

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erreichte am 5. Oktober 5,31 %, den höchsten Stand seit 2002. Ein Modell von Fed-Ökonomen führt 59 Bp des diesjährigen Anstiegs um 113 Bp auf die Erwartung höherer Leitzinsen zurück und 51 Bp auf die Laufzeitprämie, den Zusatzertrag für lange Laufzeiten. Unser Modell sieht die zehnjährige Rendite zum Jahresende ohne weitere Zinserhöhung bei rund 5,01 %, nach zwei Erhöhungen bei rund 5,51 %, gegenüber 5,27 % am 6. Oktober. Allein an Tagen ohne Datentermine schwankt sie im typischen Quartal um rund 36 Bp, sodass sich beide Szenarien überschneiden. Die dreißigjährige Rendite reagiert deutlich schwächer auf die Fed und stärker auf das Angebot: Im Szenario größerer Auktionen liegt sie zum Jahresende rund 20 Bp über dem Stand vom 6. Oktober, im Szenario eines Ausverkaufs japanischer Anleihen 19 Bp höher.

Bei der Zehnjahresauktion am 7. Oktober, einen Tag nach unserem Stichtag, boten Anleger das 2,77-Fache der aufgelegten 39 Mrd. USD, so viel wie seit Januar 2016 nicht mehr; die Primärhändler mussten nur 2,5 % übernehmen, den kleinsten Anteil in 215 Auktionen seit 2009. Bei rund 5,3 % findet das Finanzministerium Käufer für die heutigen Volumina, doch starke Auktionen senkten die Renditen früher nur für einen Tag.

US-Staatsanleihen schützen ein Aktiendepot inzwischen weniger. Die meisten unserer Szenarien treiben die Renditen, und die wichtigste Ausnahme, eine Flucht in sichere Häfen bei enttäuschenden KI-Investitionen, funktioniert seit 2022 seltener. Fielen Aktien um 5 % oder mehr, sank die zehnjährige Rendite von 1990 bis 2021 in 72 % der Fälle, seit 2022 nur in 29 %; seither gehen Kursverluste öfter mit Renditeanstiegen einher.

Renditen und S&P 500 in sieben Szenarien für Q4

Median-Veränderung vom Schluss am 6. Oktober bis 31. Dezember

Eine Tabelle mit sieben Szenarien zum Jahresende. Ohne Zinserhöhung (Marktwahrscheinlichkeit 26 %) fällt die zehnjährige Rendite im Median um 26 Basispunkte (Spanne 4,57–5,49 %), die dreißigjährige um 17 Basispunkte, und der S&P 500 steigt um 6,2 %. Eine Erhöhung bei unveränderten Auktionen (58 %) hebt die zehnjährige um 7 Basispunkte und die dreißigjährige um 3 Basispunkte, Aktien steigen um 3,5 %; zwei Erhöhungen (17 %) bringen 24 Basispunkte und 13 Basispunkte, Aktien plus 1,8 %. Die bedingten Fälle: größere Auktionen +22 Basispunkte und +20 Basispunkte; eine Flucht in Sicherheit nach enttäuschenden KI-Investitionen −17 Basispunkte und −9 Basispunkte bei Aktien minus 10,0 %; ein Ausverkauf japanischer Anleihen nach der BoJ-Sitzung am 30. Oktober +18 Basispunkte und +19 Basispunkte; Brent bei 130 USD mit hoher Kerninflation +25 Basispunkte und +17 Basispunkte.
Wahrsch.10 J.30 J.S&P 500
Keine Erhöhung26 %−26 Bp−17 Bp+6,2 %
1 Erhöhung, Auktionen stabil58 %+7 Bp+3 Bp+3,5 %
2 Erhöhungen17 %+24 Bp+13 Bp+1,8 %
1 Erhöhung, größere Auktionen–+22 Bp+20 Bp+2,3 %
Sicherer Hafen (KI enttäuscht)–−17 Bp−9 Bp−10,0 %
JGB-Ausverkauf (BoJ, 30. Okt.)–+18 Bp+19 Bp+2,7 %
Brent 130 USD, hohe Kernrate–+25 Bp+17 Bp+1,8 %
Fed-Zeilen: Quoten von Polymarket und Kalshi am 6. Oktober; übrige Zeilen sind bedingte Fälle ohne Marktpreis. Auktionsgrößen sind unsere Annahme. KI-Zeile inkl. Kursschock.

Der Kalender spricht für eine Zinserhöhung im Dezember, nicht im Oktober

Bei Handelsschluss am 6. Oktober sahen die Prognosemärkte Polymarket und Kalshi eine Zinserhöhung am 28. Oktober zu 17 % und 18 %, am 9. Dezember zu 76 % und 72 %. Die Verbraucherpreise für September am 14. Oktober sind die einzigen großen Daten vor der Oktobersitzung. Überraschen sie nicht klar nach oben, rechnen wir sechs Tage vor den Zwischenwahlen am 3. November nicht mit einer Zinserhöhung, weil sie politisch wirken würde. Bis zum 9. Dezember kennt die Fed zwei weitere Arbeitsmarktberichte und die Oktober-Inflation. In unseren Szenarien liegt die zehnjährige Rendite zum Jahresende nach einer Erhöhung im Dezember 36 Bp höher als ohne, die dreißigjährige 23 Bp. Steigt der Median der Fed-Projektionen für den Leitzins 2027 um 25 Bp, kommen nur 4 Bp hinzu. Dieses Jahr ging jeder Anstieg der zehnjährigen Rendite um 10 Bp mit rund −0,8 % beim S&P 500 einher. Zwei Risiken für die Laufzeitprämie bilden wir nicht ab: die Zwischenwahlen, die eher die Defizite 2027–28 betreffen als die 628 Mrd. USD Neuverschuldung dieses Quartals, und Änderungen der Staatsanleihebestände der Fed (4,35 Bio. USD im Basisszenario einer Fed-Studie vom März).

Märkte schoben nächste Zinserhöhung auf Dezember

Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung je Fed-Sitzung, Mittel Polymarket/Kalshi, %

Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der Sitzung am 28. Oktober stieg von rund 25 Prozent im August auf 69 Prozent am 28. September und fiel bis zum 6. Oktober auf 17 Prozent. Der größte Teil des Rückgangs kam am 29. September, als der Präsident der New York Fed, John Williams, sagte, es gebe keine Eile; schwache PCE- und Arbeitsmarktdaten folgten. Die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung am 9. Dezember stieg von rund 30 auf 78 Prozent und lag am 6. Oktober bei 74 Prozent.

Sitzung im DezemberSitzung im Oktober
020406080100%Warsh in Jackson HoleWilliams: keine Eile+29.000 StellenSep. 26Okt. 26

Schlusskurse 16 Uhr New York, 3. Aug. bis 6. Okt. 2026, Preise auf Summe eins skaliert. Linien: Reden von Warsh (Jackson Hole) und Williams, Arbeitsmarktbericht September.

Source: Polymarket - Fed Decision in October, December and January (FOMC 28 Oct 2026, 9 Dec 2026, 27 Jan 2027), Kalshi - KXFEDDECISION-26OCT, KXFEDDECISION-26DEC, KXFEDDECISION-27JAN and KXFED-26DEC markets, Federal Reserve Bank of New York - John C. Williams, Unwavering Dedication (remarks at the University at Buffalo, 29 September 2026) · 2026-10-09

Rohöl fließt, doch vor dem Winter fehlt Diesel

Bei den Golfexporten hat sich Rohöl stärker erholt als Diesel und andere Raffinerieprodukte. Durch die Straße von Hormus flossen laut Kpler in der Woche bis 6. Oktober 10,1 Mio. Barrel pro Tag Rohöl, 74 % des Vorkriegsniveaus; Exporte über Rotes Meer und Golf von Oman glichen den Ausfall teils aus. Die größte dieser Routen, Saudi-Arabiens Ost-West-Pipeline, wurde im September von Drohnen getroffen und lief am 5. Oktober wieder mit über 80 % ihrer Kapazität. Lieferungen von Raffinerieprodukten durch die Meerenge fielen von 3,6 vor dem Krieg auf 0,7 Mio. Barrel pro Tag, weil beschädigte Golf-Raffinerien weit unter Kapazität laufen; Kpler erwartet ihre volle Erholung erst ab dem 2. Quartal 2027. Weil Raffinerien anderswo für Rohöl zur Dieselherstellung viel zahlen, kostete Dated Brent, der Preis für bald verladenes Rohöl, im September im Schnitt 114 USD, der Terminkontrakt am 6. Oktober 101 USD. Die G7 beschlossen am 2. Oktober, in vier Monaten bis zu 100 Mio. Barrel aus Notreserven freizugeben, zuerst Diesel, doch die strategische Ölreserve der USA ist schon so leer wie zuletzt 1982.

Laut Präsident Trump könnten die Angriffe auf Iran nach den Zwischenwahlen am 3. November wieder beginnen, falls keine Einigung gelingt; zudem ist eine dritte US-Trägergruppe auf dem Weg in die Region. Polymarket sieht die Chance einer US-iranischen Einigung über die Meerenge bis Jahresende bei 37 %. Wir erwarten im vierten Quartal ein Patt mit Brent bei rund 100 USD, nahe den Terminkursen und unter der EIA-Prognose von 105 USD aus der Zeit vor der G7-Freigabe. Eine Einigung, die die US-Blockade iranischer Häfen aufhebt, würde Brent Richtung 80 USD drücken, Diesel bliebe aber knapp, bis die Golf-Raffinerien repariert sind. Neue Angriffe würden Brent Richtung 130 USD treiben; Irans zerstrittene Führung lässt Raum für Angriffe einzelner Fraktionen auf Schiffe, auch während Gesprächen.

US-Dieselvorräte seit Mai unter dem Normalniveau

US-Vorräte an Diesel und Heizöl, Mio. Barrel; schattiert: Spanne 2021–2025

Die US-Vorräte an Diesel und Heizöl lagen bis März nahe ihrem Durchschnitt der Jahre 2021 bis 2025, fielen im Mai unter das niedrigste Niveau dieser Jahre für dieselbe Woche und lagen am 2. Oktober bei 105 Millionen Barrel, 11 Prozent unter dem Durchschnitt.

Durchschnitt 2021–20252026
100110120130140150160170Mio. BarrelKriegsbeginnAprJulOkt

EIA-Daten bis 2. Oktober 2026. Die gepunktete Linie ist der Durchschnitt 2021–2025 für dieselbe Woche; am 2. Oktober lagen die Vorräte bei 105 Mio. Barrel, 11 % darunter.

Source: US EIA - Weekly Petroleum Status Report history workbooks (SPR, commercial crude, Cushing, gasoline, distillate, jet fuel stocks; refinery runs, product supplied, crude and distillate trade) · 2026-10-09

Mit Diesel sind auch Frachtkosten und Flugpreise gestiegen

Diesel in New York Harbor verteuerte sich von 105 USD je Barrel im Februar auf 210 USD Ende September, und die US-Dieselvorräte lagen am 2. Oktober 11 % unter dem Schnitt 2021–2025. Seit der G7-Freigabe gaben die Preise etwas nach; die Terminkurse deuten auf einen langsamen Rückgang im Winter. Der Abstand zwischen Diesel und Rohöl dürfte über 70 USD je Barrel bleiben, doppelt so hoch wie im Februar, bis die Golf-Raffinerien im Frühjahr wieder liefern. Lkw-Frachten verteuerten sich im August um 2,0 % zum Vormonat, Flüge um 23 % zum Vorjahr, wie nach früheren Dieselschocks. Die Cleveland Fed schätzt die Kerninflation für September und Oktober auf 0,2 % pro Monat, was bislang kaum auf breiteren Preisdruck deutet. Die Fed erhöhte die Zinsen im September um 25 Bp, und laut Protokoll wächst das Risiko, dass die Energiekosten auf andere Preise übergreifen, je länger sie hoch bleiben. Die Märkte sehen eine Zinserhöhung im Dezember zu rund drei Vierteln; das Risiko für Aktien ist daher, dass anhaltend teurer Diesel 2027 weitere Erhöhungen auslöst. Ob andere Preise folgen, zeigen die Verbraucherpreise für September und Oktober vor der Sitzung am 9. Dezember.

Diesel stieg dieses Jahr weit stärker als Rohöl

Diesel New York Harbor (dunkel) und Dated Brent (rot), USD je Barrel, seit 2025

Diesel in New York Harbor und Dated Brent in US-Dollar je Barrel seit Januar 2025. Im Jahr 2025 kostete Diesel rund 25 bis 35 Dollar mehr als Brent. Nach Kriegsbeginn Ende Februar 2026 stiegen beide, Brent im April auf 138 Dollar und Diesel auf rund 190. Im Juni und Juli fiel Brent auf 70 bis 90 Dollar zurück, während Diesel bei 160 bis 180 blieb und die Lücke wuchs. Im September stieg Brent auf 114 und Diesel auf 210 Dollar, eine Lücke von 96 Dollar am 29. September.

50100150200250USD je BarrelKriegsbeginnAprJulOktJanAprJul

Die schattierte Lücke ist der Aufpreis von Diesel auf Rohöl: 96 USD am 29. September, mehr als an 99 % der Tage 2016–2025, gegenüber 34 USD im Februar und 117 USD am Hoch 2022.

Source: FRED series in the Q4 2026 outlook diesel snapshot (EIA and BLS series), FRED series in the Q4 2026 outlook snapshot (Federal Reserve Board, BLS, BEA, EIA, ICE and OECD series) · 2026-10-09

Frankreichs Schuldenpfad ist das Problem, die Wahl 2027 der Test

Französische Anleihen fallen, weil Frankreich anhaltend hohe Defizite macht; die Renten sind ein Grund dafür. Französische Männer scheiden im Schnitt mit 61,9 Jahren aus dem Erwerbsleben aus, im OECD-Mittel mit 64,7. Die Reform von 2023, die das Rentenalter auf 64 anheben sollte, ist ausgesetzt. Die Regierung erwartet für dieses Jahr nun ein Defizit von 5,4 % of GDP, mehr als die 5,1 % des Vorjahres und die anfangs geplanten 4,6 %. Für 2027 plant sie ein Defizit vor Zinsen von 2,1 % des BIP; dafür braucht sie 54 Mrd. Euro an Kürzungen und Steuererhöhungen, für die ihr im Parlament die Mehrheit fehlt. Selbst wenn der Plan hält, macht Frankreich nach unserer Rechnung 1,9 Prozentpunkte des BIP mehr Schulden, als es kann, ohne dass sie schneller wachsen als die Wirtschaft. Die Rechnung nutzt den niedrigen Durchschnittszins der bestehenden Anleihen. Werden alte Anleihen durch neue zur heutigen zehnjährigen Rendite ersetzt, bräuchte Frankreich einen Überschuss vor Zinsen von 2,4 % des BIP.

Die EZB kann über ihr Programm TPI Anleihen eines Landes kaufen, um grundlose Renditeanstiege zu stoppen, aber nur bei tragfähigen Schulden und eingehaltenen EU-Regeln. Scope stufte Frankreich am 18. September auf A+ herab. Der Renditeaufschlag gegenüber Deutschland schloss am 24. September erstmals seit 2012 über 100 Bp. Moody's prüft die Bonität am 23. Oktober, am 17. November stimmt die Nationalversammlung über den Haushalt ab. Beide Favoriten der Präsidentenwahl im April 2027 beunruhigen Anleger. Marine Le Pen führt in Umfragen mit 35 % und will das Rentenalter wieder auf 62 senken. Jean-Luc Mélenchon will die 18 % der französischen Schulden streichen, die die Banque de France hält, was EU-Verträge verbieten.

Frankreich zahlt den höchsten Aufschlag seit 2012

Zehnjährige Rendite Frankreich minus Deutschland, täglich, Basispunkte

Der Renditeaufschlag Frankreichs gegenüber Deutschland stieg von rund 50 Basispunkten Anfang 2024 auf rund 80 nach der vorgezogenen Wahl im Juni 2024, dann im September 2026 von 78 auf 115 und am 2. Oktober auf 144, den höchsten Stand seit Januar 2012, bevor er beim Fixing am 6. Oktober bei 123 lag.

406080100120140160BasispunkteVorgezogene WahlApr. 24Juli 24Okt. 24Jan. 25Apr. 25Juli 25Okt. 25Jan. 26Apr. 26Juli 26Okt. 26

Banque de France TEC 10 (Fixing 11 Uhr) minus Bundesbank, 10 Jahre. Seit dem 31. August 45 Bp höher, nach dem Hoch von 144 Bp am 2. Oktober; Tagesrekord 214 Bp im November 2011.

Source: Banque de France Webstat - French government bond constant-maturity rate, 10 years (TEC 10), daily, Deutsche Bundesbank - yields derived from the term structure of Federal securities, 10-year residual maturity · 2026-10-09

Für den März-Puffer bräuchte Healey rund 12 Mrd. Pfund, er dürfte weniger aufbringen

Schatzkanzler Healey hat zugesagt, mit seinem ersten Haushalt am 28. Oktober die Schuldenregeln einzuhalten. Die bindende Regel verlangt, dass 2029-30 die Einnahmen die laufenden Ausgaben decken; im März ließ die OBR dafür 23,6 Mrd. Pfund Spielraum. Seitdem stieg die zehnjährige Gilt-Rendite um 0,85 Prozentpunkte auf 5,33 %, was laut OBR-Faustregel die Zinskosten 2029-30 um rund 7 Mrd. Pfund erhöht. EY schätzt ihn nun auf 11,3 Mrd. Pfund. Den März-Puffer wiederherzustellen kostete rund 12 Mrd. Pfund an Steuererhöhungen oder Kürzungen, den Schnitt der Jahre 2010–2024 von 29 Mrd. Pfund zu erreichen rund 18 Mrd. Pfund. Das ist weniger als die 26 Mrd. Pfund vom Herbst 2025, doch Einkommen-, Mehrwertsteuer und Arbeitnehmer-Sozialbeiträge, rund 70 % der Steuern, sind tabu. Das Finanzministerium sondierte bei Anlegern einen Puffer von 15–20 Mrd. Pfund; wir erwarten das untere Ende, das rund 4 Mrd. Pfund erfordert. Ein dünner Puffer macht Gilts anfällig für weitere Renditeanstiege: Die dreißigjährige Rendite erreichte am 7. Oktober 6,04 %, ein Hoch seit 1998, und eine BoE-Zinserhöhung am 5. November ist zu rund 80 % eingepreist.

Healey muss 4–18 Mrd. Pfund finden, je nach Puffer

Nötige Steuererhöhungen oder Kürzungen 2029-30 je Puffer, Mrd. Pfund

Ausgehend von EYs Schätzung von 11,3 Milliarden Pfund Spielraum bräuchte ein Puffer von 15 Milliarden 3,7 Milliarden an Steuererhöhungen oder Kürzungen, einer von 20 Milliarden 8,7 Milliarden, die Rückkehr zu 23,6 Milliarden wie im März 12,3 Milliarden und der Schnitt von 29 Milliarden aus 2010 bis 2024 17,7 Milliarden.

05,01015203,7 Mrd. Pfund8,7 Mrd. Pfund12,3 Mrd. Pfund17,7 Mrd. PfundMrd. PfundTreasury-Untergrenze (15 Mrd.)Treasury-Obergrenze (20 Mrd.)März-Niveau (23,6 Mrd.)Schnitt 2010–24 (29 Mrd.)

Bedarf = Puffer minus EY-Schätzung von 11,3 Mrd. Pfund (5. Okt.); dunkel: unsere Erwartung. Im März blieben laut OBR 23,6 Mrd.; höhere Renditen kosteten seither rund 7 Mrd.

Source: EY - UK Pre-Budget Fiscal Outlook October 2026, Bloomberg via Yahoo Finance - Healey considers smaller Budget headroom, Office for Budget Responsibility - Economic and fiscal outlook March 2026, Office for Budget Responsibility - March 2026 detailed forecast tables: debt interest ready reckoner, Bank of England - ten-year nominal par yield on British government stock (IUDMNPY), Resolution Foundation - New Chancellor faces £10 billion headroom headache · 2026-10-09

Die Zwischenwahlen sind für 2027 wichtiger als für das vierte Quartal

Prognosemärkte sehen die Demokraten bei den Kongresswahlen am 3. November in beiden Kammern vorn; einen statistisch klaren Zusammenhang zwischen Änderungen dieser Quoten und Marktpreisen finden wir bisher nicht. Die Republikaner halten 53 Senatssitze, die Demokraten müssen netto vier hinzugewinnen. Polymarket sieht ihre Chance auf den Senat bei 65 %, nach 25 % im August 2025, auf das Repräsentantenhaus bei 91 %. Im Wahlkampf dominieren die Lebenshaltungskosten: In einer KFF-Umfrage sorgten sich 60 % der Wähler um Benzin- und Transportkosten, gleichauf mit Gesundheitskosten an der Spitze. Rund sieben Senatsrennen, darunter Ohio, Maine, Texas, Iowa und Alaska, könnten die Mehrheit entscheiden. In Alaska und Maine werden ohne absolute Mehrheit Zweitpräferenzen ausgezählt; die Senatsmehrheit steht wohl erst eine Woche oder länger nach der Wahl fest.

In Wochendaten seit August 2025 hängt keiner von fünfzehn Sektor- und Stilfonds signifikant mit den Senatschancen zusammen; der stärkste Zusammenhang kommt auf einen t-Wert von 1,5, unter der üblichen Schwelle von etwa 2. Die zehnjährige Rendite stieg je 10 Prozentpunkte höherer Chance um 3 Bp, ebenfalls nicht signifikant. Wahlergebnisse bewegten Märkte bisher wenig, weil Anleger den wahrscheinlichen Sieger meist vorab einpreisen. Am Tag nach Zwischenwahlen schwankte der Index im Schnitt um 1,03 %, an gewöhnlichen Tagen um 0,67 %. Auch starke vierte Quartale in Zwischenwahljahren taugen wenig als Richtschnur. Seit 1950 brachten sie im Schnitt +6,6 %, die übrigen +3,4 %; seit 1999 beträgt die Differenz −1,1 Prozentpunkte. Zudem folgte das Plus meist auf einen schwachen Sommer, während der Index dieses Jahr von April bis September +17,2 % brachte.

Ein demokratisches Repräsentantenhaus hieße geteilte Macht: Keine Partei könnte 2027 und 2028 allein ein Steuer- und Ausgabengesetz beschließen, und eine Anhebung der Schuldenobergrenze, die 2027 wieder erreicht wird, bräuchte eine Einigung beider Parteien. Vor dem Zusammentritt des neuen Kongresses im Januar dürfte die scheidende republikanische Mehrheit ein Haushaltsgesetz mit 350 Mrd. USD für Verteidigung anstreben, das im Senat nur eine einfache Mehrheit braucht – parallel zum Auslaufen der Bundesfinanzierung am 11. Dezember. Die Wahl allein beseitigt keine Zölle, die auf Grundlage bestehender Handelsgesetze verhängt wurden. Das Politik-Team von Morgan Stanley argumentierte am 7. Oktober, für KI-Aktien wirke die Wahl eher über lokalen Widerstand gegen neue Rechenzentren als über bundesweite KI-Regeln. Es sieht einen Sieg der Republikaner in beiden Kammern als bestes Ergebnis für das Vertrauen der Anleger in den KI-Ausbau, einen der Demokraten als schlechtestes. Über Netzanschlüsse, Strompreise für Großverbraucher, Flächennutzung und Wasserrechte, an denen Projekte tatsächlich hängen, entscheiden Bundesstaaten, Versorgungsaufsichten und Kommunen.

Märkte: Haus an die Demokraten, Senat offen

Polymarket-Quoten der vier Ausgänge für Haus und Senat, %, auf 100 normiert

Im vergangenen Jahr stieg die Wahrscheinlichkeit, dass die Demokraten beide Kammern gewinnen, von rund 20 auf 64 Prozent, vor allem zulasten eines demokratischen Repräsentantenhauses mit republikanischem Senat, das jetzt bei 26 Prozent liegt.

Haus D, Senat DHaus D, Senat RHaus R, Senat RHaus R, Senat D
020406080100%Okt. 25Jan. 26Apr. 26Juli 26Okt. 26

Beide Kammern D: 64 %, mehr als die 59 % bei unabhängigen Ausgängen; die Märkte erwarten, dass ein landesweiter Trend beide entscheidet. Kalshi: Haus 91 %, Senat 63 % D.

Source: Polymarket - Balance of Power: 2026 Midterms, Kalshi - CONTROLH-2026 and CONTROLS-2026 markets · 2026-10-09

Wenige starke Jahre tragen den Zwischenwahl-Herbst

Mittlere Monatsrendite des S&P 500, %, nach Jahr im Präsidentschaftszyklus

Ein Raster der durchschnittlichen Monatsrenditen des S&P 500 für die vier Jahre des Präsidentschaftszyklus. Oktober und November in Zwischenwahljahren stechen mit jeweils rund drei Prozent hervor, nach einem schwachen Sommer.

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDezWahljahrWahljahr, Jan: +0,2+0,2Wahljahr, Feb: −0,1−0,1Wahljahr, Mär: +0,6+0,6Wahljahr, Apr: +1,0+1,0Wahljahr, Mai: +0,4+0,4Wahljahr, Jun: +1,4+1,4Wahljahr, Jul: +0,7+0,7Wahljahr, Aug: +1,3+1,3Wahljahr, Sep: −0,3−0,3Wahljahr, Okt: −0,8−0,8Wahljahr, Nov: +2,2+2,2Wahljahr, Dez: +1,1+1,1NachwahljahrNachwahljahr, Jan: +0,8+0,8Nachwahljahr, Feb: −1,3−1,3Nachwahljahr, Mär: +0,4+0,4Nachwahljahr, Apr: +1,6+1,6Nachwahljahr, Mai: +1,9+1,9Nachwahljahr, Jun: −0,2−0,2Nachwahljahr, Jul: +2,2+2,2Nachwahljahr, Aug: −1,0−1,0Nachwahljahr, Sep: −0,5−0,5Nachwahljahr, Okt: +1,4+1,4Nachwahljahr, Nov: +1,6+1,6Nachwahljahr, Dez: +0,7+0,7ZwischenwahljahrZwischenwahljahr, Jan: −1,0−1,0Zwischenwahljahr, Feb: +0,3+0,3Zwischenwahljahr, Mär: +1,2+1,2Zwischenwahljahr, Apr: −0,3−0,3Zwischenwahljahr, Mai: −0,6−0,6Zwischenwahljahr, Jun: −2,1−2,1Zwischenwahljahr, Jul: +1,3+1,3Zwischenwahljahr, Aug: −0,4−0,4Zwischenwahljahr, Sep: −0,8−0,8Zwischenwahljahr, Okt: +3,0+3,0Zwischenwahljahr, Nov: +2,7+2,7Zwischenwahljahr, Dez: +0,8+0,8VorwahljahrVorwahljahr, Jan: +4,2+4,2Vorwahljahr, Feb: +1,0+1,0Vorwahljahr, Mär: +1,9+1,9Vorwahljahr, Apr: +3,4+3,4Vorwahljahr, Mai: −0,1−0,1Vorwahljahr, Jun: +1,7+1,7Vorwahljahr, Jul: +1,1+1,1Vorwahljahr, Aug: +0,3+0,3Vorwahljahr, Sep: −1,0−1,0Vorwahljahr, Okt: +0,1+0,1Vorwahljahr, Nov: +0,9+0,9Vorwahljahr, Dez: +3,0+3,0

1950–2025, 18 bis 19 Jahre je Zelle. Oktober im Zwischenwahljahr im Schnitt +3,0 %, über alle Jahre +0,9 %; schon ohne 1998 schrumpft der Q4-Vorsprung um ein Viertel.

Source: Financial Modeling Prep - daily index, ETF, commodity and FX closes and the US Treasury par curve for the Q4 2026 outlook · 2026-10-09

Die KI-Investitionen dürften erneut steigen, größtes Risiko sind die Umsätze der KI-Labore

Microsoft, Alphabet, Meta und Amazon dürften mit den für den 28. und 29. Oktober erwarteten Zahlen ihre Investitionspläne anheben, da die Nachfrage nach Rechenleistung das Angebot noch übersteigt. Die Jahresmiete für Nvidias H100 stieg von Oktober bis März um rund 40 %, OpenAIs API-Verkehr wuchs in fünf Monaten bis April auf das 2,5-Fache. Der von Goldman Sachs zitierte Konsens erwartet für diese vier samt Oracle 2027 rund 38 % mehr Investitionen. Laut SemiAnalysis dürften OpenAI und Anthropic 40–50 % der neuen Rechenleistung des Jahres 2027 nutzen; ihr Umsatzwachstum wird damit zum Risiko für die Pläne. KI-Aktien fielen, als die Financial Times am 8. Oktober OpenAIs aufs Jahr hochgerechneten Septemberumsatz auf rund 50 Mrd. USD bezifferte; uneinheitlich verbuchte Cloud-Partner-Umsätze erschweren Vergleiche. Weitere Prüfsteine sind die TSMC-Zahlen am 15. Oktober und der laut Berichten im November geplante Anthropic-Börsengang, der bis zu 100 Mrd. USD bei einer Bewertung von bis zu 2 Bio. USD bringen soll. Seit 2023 bewegte sich der Index nach Großkonzern-Zahlen im Schnitt um 0,95 %. Der VIX (15,0) misst die erwartete 30-Tage-Schwankung; für Absicherung Ende Oktober zählen Optionspreise.

KI-Nutzung in fünf Quartalen rund 25-mal so hoch

Weltweit verarbeitete Token, Billionen pro Tag, Quartalsdurchschnitt

Nach der Schätzung von Exponential View stieg die weltweite KI-Nutzung von rund 34 Billionen Token pro Tag im ersten Quartal 2025 auf rund 880 Billionen im zweiten Quartal 2026, wobei der API-Verkehr etwa zwei Fünftel ausmachte.

APIAbos und interne Nutzung
02004006008001,0kBillionen Token pro TagQ1 25Q2 25Q3 25Q4 25Q1 26Q2 26

Schätzung von Exponential View für alle großen Anbieter inkl. China, abgelesen aus der Grafik vom Juni 2026; Juni 2026 geschätzt. Abos und interne Nutzung inkl. Chat-Apps.

Source: Exponential View (Azhar et al.) - The State of the AI Economy, June 2026 · 2026-10-09

Die Q3-Zahlen dürften noch keinen KI-Nutzen außerhalb der Tech-Branche zeigen

Außerhalb der Tech-Branche zeigen die Gewinne noch kaum Nutzen aus KI. Das erwartete Gewinnwachstum von 26,8 % im dritten Quartal stammt größtenteils von Chip- und Ölkonzernen sowie einigen Tech-Werten; bei Finanzwerten erwartet FactSet 3,0 %. Die US-Großbanken legen am 13. und 14. Oktober Zahlen vor. In Analystenkonferenzen nennen Firmen außerhalb der Tech-Branche, nicht nur Banken, selten bezifferte Einsparungen. Solange KI die Kosten nicht spürbar senkt, hängt der Index an wenigen KI-Konzernen.

Höhere Zinsen belasten Wohnungsmarkt und Kreditnehmer, nicht den KI-Ausbau

Die größten KI-Investoren leihen sich trotz höherer Anleiherenditen weiter Geld. Der Zins für dreißigjährige Hypotheken stieg von 6,15 % Ende 2025 bis zum 1. Oktober auf 7,28 %; bei einem Kredit über 400.000 USD sind das rund 300 USD mehr im Monat. Hausbaukonzerne im S&P 500 liegen seit Jahresbeginn bei −12,0 %, der Index bei +14,2 %. Stiege der Risikoaufschlag für Hochzinsanleihen von derzeit 3,12 % über 4 %, spräche das dafür, dass Spannungen bei privaten Kreditfonds auf öffentliche Märkte übergreifen.

Die Inflation bleibt wohl über dem Ziel, die Fed dürfte die Zinsen im Dezember dennoch erhöhen

Höhere Zinsen beheben die Energie-Lieferstörungen nicht, die die Inflation mittreiben. Trotzdem erwarten wir, dass die Fed im Dezember eine Zinserhöhung erwägt, um ein Übergreifen auf andere Preise zu bremsen. Die Verbraucherpreise lagen im August 3,4 % über dem Vorjahr, getrieben von Energie und Krieg, die Kernrate 2,4 %. Goldman Sachs schätzte im Juli, der Beitrag der KI zur Kerninflation nach dem Fed-Maß PCE steige bis Jahresende von 0,2 auf 0,5 Prozentpunkte. Fed-Chef Warsh sagte im September, die Fed könne keinen einzelnen Preis beeinflussen, sondern nur die Ausbreitung von Preisanstiegen verhindern; Zinserhöhungen wirken also vor allem über schwächere Nachfrage. Entscheidend sind die Verbraucherpreise für September am 14. Oktober und die Kerninflation nach PCE am 29. Oktober; eine Zinserhöhung im Dezember preisen die Märkte zu 76 % ein. Langfristige Renditen dürften kaum fallen, solange Industrieländer mehr Schulden machen. Die US-Laufzeitprämie stieg dieses Jahr um 51 Bp, die Rendite dreißigjähriger Gilts erreichte 6,04 %, die japanischer ein Rekordhoch. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Bank of Japan am 29. und 30. Oktober beziffern die Märkte auf etwa ein Viertel – Raum für eine Überraschung.

Gesamtinflation hat sich von der Kernrate gelöst

US-Verbraucherpreise, Veränderung gegenüber Vorjahr in %, monatlich

Die Gesamtinflation fiel von rund 9 Prozent 2022 auf nahe 3 Prozent in den Jahren 2024 und 2025 und stieg dann mit den Energiepreisen auf 3,4 Prozent im August 2026, während die Kerninflation auf 2,4 Prozent sank.

GesamtinflationKernrate
0,02,04,06,08,010,0%Jan. 22Jan. 23Jan. 24Jan. 25Jan. 26

BLS-Verbraucherpreise via FRED, bis August 2026. Kernrate ohne Nahrung und Energie; Lücke seit März vor allem durch Energie und Krieg. Gestrichelt: 2 %; das Fed-Ziel gilt für PCE.

Source: FRED series in the Q4 2026 outlook snapshot (Federal Reserve Board, BLS, BEA, EIA, ICE and OECD series), Bureau of Labor Statistics, Consumer Price Index for August 2026 · 2026-10-09

Frankreich droht eine Herabstufung, der China-Zollfrieden dürfte halten, die Zwischenwahlen ändern wenig

Frankreich dürfte das Quartal mit einer Herabstufung, aber ohne Krise überstehen. Eine Herabstufung durch Moody's am 23. Oktober halten wir für wahrscheinlich; scheitert die Haushaltsabstimmung am 17. November, bleibt ein Sondergesetz zur Finanzierung. Der Renditeabstand zu Bundesanleihen, derzeit 123 Bp, dürfte bei etwa 120 bis 150 Bp bleiben; stürzte ein Misstrauensvotum die Regierung, stiege er über 150 Bp, und der Euro gäbe nach. Der Zollfrieden mit China dürfte verlängert werden. Wichtig sind die am 9. und 10. November auslaufenden Zollausnahmen und das erwartete Treffen von Trump und Xi in Shenzhen am 18. und 19. November. Die hohe Inflation gibt den USA einen Anreiz, einen neuen Handelskrieg zu vermeiden. Die Demokraten dürften das Repräsentantenhaus gewinnen (Marktquote 91 %), beim Senat sind es 65 %; frühere Zwischenwahlen bewegten den Index am Folgetag nur um 1,03 %. Größer ist das Risiko, dass die scheidende Mehrheit vor der Haushaltsfrist am 11. Dezember ein Haushaltsgesetz mit 350 Mrd. USD für Verteidigung durchbringt; das ließe langfristige Renditen steigen. Wahrscheinlicher ist eine kurze Übergangsfinanzierung ohne Shutdown.

Q4 2026: Die Risiken ballen sich in der letzten Oktoberwoche

Termine und berichtete Pläne, 13. Oktober 2026 bis 10. Januar 2027

Eine Zeitleiste mit 26 Terminen und berichteten Plänen. Ende Oktober liegen der Höhepunkt der Berichtssaison, die Fed, der britische Haushalt, das BIP, die Kerninflation nach PCE, die EZB und die Bank of Japan. Der Balken für Anthropic deckt den November vor Thanksgiving ab und ist kein bestätigter Börsentermin.

UnternehmenUS-DatenPolitikNotenbankenHaushalt und Handel
19. Okt.2. Nov.16. Nov.30. Nov.14. Dez.28. Dez.11. Jan.Zahlen der GroßbankenUS-Inflation (Sep.)Zahlen von TSMCMoody's prüft FrankreichHöhepunkt BerichtssaisonFed-ZinsentscheidBritischer HerbsthaushaltUS-BIP Q3 und Kern-PCEEZB und Bank of JapanAnthropic-IPO (berichtet)US-ZwischenwahlenTreasury-EmissionsplanBank of EnglandUS-Arbeitsmarkt (Okt.)China-Zollausnahmen endenUS-Zollpause endetUS-Inflation (Okt.)Haushaltsvotum FrankreichAPEC: Trump trifft XiNvidia (Termin offen)US-Arbeitsmarkt (Nov.)Fed mit ZinsprojektionenUS-Inflation (Nov.)US-HaushaltsfristEZB / BoE / BoJZollfrieden endet (China)

Quellen: BLS, BEA, Notenbanken, HMT, Treasury und USTR. Termine für Unternehmenszahlen geschätzt, außer TSMC; Monat des Börsengangs berichtet, nicht bestätigt. Zollfristen wie festgelegt.

Source: Financial Modeling Prep - economic calendar 2015-2026, Financial Modeling Prep - per-symbol earnings history and S&P 500 constituents for the Q4 2026 outlook, HM Treasury - Chancellor letter to the Treasury Select Committee on the Budget 2026 date, USTR - Notice of product exclusion extensions (FR Doc 2025-21671), NACo - Congress passes short-term funding bill through Dec. 11, Bloomberg - US and China to extend trade truce to Jan. 10 Bessent says, TSMC - Quarterly results, Reuters via Yahoo Finance - Moody's sees no quick resolution of France's political difficulties, Bank of England - MPC dates for 2026, European Central Bank - Schedules for the meetings of the Governing Council, Financial News (Korea) - APEC Leaders' Meeting in Shenzhen, Yahoo Finance - Anthropic targets pre-Thanksgiving IPO at $2 trillion valuation · 2026-10-09

Quellen